MOUSE MACHINE - Wilhelm Tell

Ouvertüre

Kuhreihen (Mitschnitt GP)

Gessler

Der Hut

Attinghausen

Rütli-Schwur Pt.1

Rütli-Schwur Pt.2

Rütli-Schwur Pt.3

Liebeslied

  Immer feste auf die Feste

  Tell

  Rimbadumba (Ballermann Remix)

MOUSE MACHINE – Wilhelm Tell

Theatermusik für das Theater an der Parkaue, Berlin | 2008

Regie: Sascha Bunge
Ausstattung: Constanze Fischbeck
Dramaturgie: Karola Marsch
Fotografie: © Christian Brachwitz

Mit: Patrick Borck, Helmut Geffke, Elisabeth Heckel / Katrin Heinrich, Niels Heuser, Melanie Otto / Martha Rudolf, Denis Pöpping, Peter Priegann, Franziska Ritter, Ivana Sajevic, Andrej von Sallwitz, Magda Lena Schlott, Danielle Schneider / Birgit Berthold, Stefan Spitzer, Andreas Wobig / Stefan Kowalski

In den Waldstätten der Schweiz regieren Landvögte in tyrannischer Weise. Der habsburgische Kaiser hatte die Vögte eingesetzt, die in den Waldstätten ihr Recht missbrauchen und das Volk brutal misshandeln. Die Waldstätter, die sich einstmals freiwillig unter die schützende Hand des Kaisers gestellt hatten, leiden bitter unter diesen Verhältnissen. Das ganze Volk sehnt sich nach Erlösung. Da lässt der Landvogt Gessler in Altdorf in Uri eine Stange aufrichten, auf der sein Hut aufgepflanzt wird. Die vorbeikommenden Waldstätter sollen dem Hut ihre Referenz erweisen und niederknien. Die Bewohner der Schweiz sind nun nicht mehr bereit, die Knechtschaft unter Österreich zu ertragen und beschließen, sich zu wehren. Die Vereinbarung, die sie einst mit dem Kaiser getroffen hatten, sehen sie nun  als gebrochen an. Auf dem Rütli treffen sich daher die Bewohner der drei Urkanton Uri, Schwyz und Unterwalden heimlich und schwören, in Gemeinschaft füreinander einzutreten. Nur Wilhelm Tell ist nicht unter den Verschworenen. An der Politik will sich der freiheitsliebende Waldmensch nicht beteiligen. Sollte aber seine Tatkraft benötigt werden, so versprach er schon zuvor, kann man auf ihn zählen. Die Verschworenen planen auf dem Rütli auch Aufstände, bei denen sie die Vögte aus ihrem Land vertreiben wollen.
So einig sich die Menschen aus dem Volk sind, so uneinig aber sind die Schweizer Adeligen. Während sich der alte Freiherr von Attinghausen auf die Seite seines Volkes stellt, kokettiert dessen Erbe Rudenz mit dem kaiserlichen Hof. In Altdorf hat indes Wilhelm Tell unterlassen, dem Hut seine Referenz zu erweisen. Der bösartige Landvogt Gessler zwingt ihn daher, mit der Armbrust auf einen Apfel zu schießen, der auf dem Kopf von Tells Sohn gelegt wurde. Während niemand es vermag, Gessler umzustimmen, schießt und trifft Tell. Doch Gessler lässt ihn nicht wie versprochen frei. Tell wird als Häftling in Gesslers Burg gebracht. Bei der Überfahrt über den stürmischen See gelingt Tell die Flucht. Aus Sorge um das Leben seiner Familie lauert er in der „Hohlen Gasse“ auf den Tyrannen auf und schießt ihn mit der Armbrust nieder. Auch die Waldstätter wehren sich. Früher als ursprünglich beabsichtigt vertreiben sie in ihren Kantonen die Vögte und deren Söldner aus den Burgen. Auch der bekehrte Adelige Rudenz kämpft nun an der Seite seines Volkes. Nach dem errungenen Sieg feiern die Schweizer Wilhelm Tell als ihren Befreier. Und Ulrich von Rudenz lässt sein Volk frei.

Zitate aus Wilhelm Tell:

„Der Starke ist am mächtigsten allein.“
„Allzustraff gespannt, zerspringt der Bogen.“
„Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit und neues Leben blüht aus den Ruinen.“
„Die Zeit bringt Rat. Erwartet´s in Geduld. Man muss dem Augenblick auch was vertrauen.“
„Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.“
„Der kluge Mann baut vor.“
„Den schreckt der Berg nicht, der darauf geboren.“
„Der Eifer, auch der gute, kann verraten.“
„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“
„Früh übt sich, was ein Meister werden will.“
„Was Hände bauten, können Hände stürzen.“
„Wer gar zuviel bedenkt, wird wenig leisten!“
„Was sein muss, das geschehe, doch nicht darüber!“
„Ich fürchte nicht die Schrecken der Natur, wenn ich des Herzens wilde Qualen zähme.“
„Säumt man so lang, so wird der Feind gewarnt.“
„Die Schlange sticht nicht ungereizt.“
„Ein jeder zählt nur sicher auf sich selbst.“
„Der Tod entbindet von erzwungenen Pflichten.“
„Rasch tritt der Tod den Menschen an, es ist ihm keine Frist gegegeben.“
„Wer Tränen ernten will, muss Liebe säen.“
„Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an, das halte fest mit deinem ganzen Herzen. Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft.“
„Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.“